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„Ich war
eine Spiel-Figur“
„Ich hatte doch so ein gutes Gefühl...“ Einen knappen Tag, nachdem ihr
Popstars-Traum geplatzt ist, kann Kati (20) beim Telefonat mit der tz ihre
Enttäuschung nicht verbergen. Monatelang galt die Münchnerin für die gesuchte
Mädchen-Band als „gesetzt“. Die positive Kritik des Jurors Dieter Falk auf ihren
Final-Auftritt steigerte noch einmal ihre Zuversicht, erzählt Kati – „aber dann
kam der Hammer...“ Du bist die Beste, aber du passt nicht in die Band – so hat
Dieter Falk sinngemäß begründet, warum Kati letztlich doch nicht bei „Monrose“
mitsingen darf.
Während Senna -26- und Bahar -18- von der Jury auf das Band-Sofa bestimmt
wurden, setzte sich Mandy -16- im Zuschauervotum gegen Romina -20- durch. Im
Anschluss an die Finalshow begründete Falk bei Stefan Raab noch einmal Katis
Ausscheiden: „Wir konnten nicht nur nach Perfektion entscheiden. Wir wollen eine
Band als Gesamtpaket, wo alle Parameter passen.“ Und Mitjuror Detlef D. Soost
ergänzte: „Kati ist perfekt. Aber oft werden nicht die besten Sänger Popstars,
sondern diejenigen, die am stärksten polarisieren.“
Das haben viele Fans nicht verstanden und schrieben im Internet-Forum zu
Popstars – auch wegen eines vorab aufgetauchten CD-Covers – am Freitag von
Betrug. So weit geht Kati nicht. Aber sie sagt: „Hinter der Castingshow stand
ein klares Konzept, bei dem ich bis kurz vor Schluss als Spielfigur mitgemacht
habe – es war ja auch irgendwie mein Traum, den ich da gelebt habe. Nun sehe ich
alles als eine wertvolle Erfahrung, die mich reifer gemacht hat – aber ich würde
nicht noch einmal bei einer Castingshow mitmachen.“
Klare Worte einer jungen Frau, die die Traumkulisse durchschaut und dahinter den
Kommerz erblickt hat. Und warum, glaubt sie, hat sie letztlich nicht ins
Band-Konzept gepasst? Obwohl sie sich auch optisch als einzige Blonde gute
Chancen ausgemalt hatte? „Mein Manko war wohl, dass ich älter rüberkam, als ich
bin. Man hatte von Anfang an ein festes Bild der Band. Ich habe immer die
musikalischen Erwartungen erfüllt, aber eben keine Sprüche gerissen wie Senna.“
Vielleicht hat es auch daran gelegen, dass sie im Gegensatz zu anderen
Kandidatinnen ihre Gefühle eher für sich behalten hat. „Ich habe meine Tränen
nie absichtlich in die Kamera gehalten.“
Dieter Falk und Detlef D! Soost haben Kati versprochen, sie nach Kräften bei
einer Solo-Karriere zu unterstützen. „Wenn sie mir ein konkretes Angebot machen
– mal sehen“, sagt Kati dazu sehr zurückhaltend. Denn keinesfalls möchte sie nur
als Beiboot von „Monrose“ durchs Musikgeschäft schippern. „Ich stand am
Donnerstag an einer Kreuzung und bin nun nicht nach links zur Band, sondern
rechts gegangen – und das wird auch ein guter Weg sein.“
Quelle: tz online
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